Jim Carrey in "Ace Ventura"
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Jim Carrey in "Ace Ventura"
Story

Ace Ventura: Alan Rickman statt Jim Carrey?

Bevor Jim Carrey 1994 mit „Ace Ventura - Ein tierischer Detektiv“ durchstartete, stand ein ganz anderer Name im Raum: Alan Rickman, bekannt als Severus Snape aus „Harry Potter“.

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Alan Rickman
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Alan Rickman

Sollte Alan Rickman statt Jim Carrey Ace Ventura spielen – und warum kam es nicht dazu?

Was wäre gewesen, wenn Alan Rickman statt Jim Carrey im Hawaiihemd durch Miami getobt wäre? Der Gedanke ist so absurd, dass er schon wieder faszinierend ist – und Fans denken plötzlich anders über ihren 90er-Kultfilm „Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv“.

Bevor Jim Carrey 1994 mit Gummigesicht und Ganzkörpereinsatz die Comedy-Welt auf links drehte, suchte das Studio fieberhaft nach einer Besetzung. Intern stand zeitweise sogar Alan Rickman auf der Liste. Ja, genau der Alan Rickman, den viele von Euch als Severus Snape aus „Harry Potter“ kennen – oder als eiskalten Hans Gruber aus „Stirb Langsam“. Und plötzlich ist sie da, diese 90er-Frage: Hätte das funktioniert? Alan Rickman wurde laut Produktionsberichten als mögliche Besetzung für „Ace Ventura“ diskutiert. Am Ende erhielt Jim Carrey die Rolle und spielte bei 15 Mio. Dollar Budget über 100 Mio. Dollar weltweit ein – ein Karrieresprung.

Jim Carrey in "Ace Ventura"
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Jim Carrey in "Ace Ventura"

Der Durchbruch eines 90er-Jahres

1994 war das Jahr, in dem Jim Carrey nach ganz oben ging. Nach Jahren in Comedyclubs und Nebenrollen, unter anderem an der Seite von Clint Eastwood in „Dirty Harry“-Spin-offs, landete Jim Carrey mit „Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv“ einen Volltreffer. Kurz darauf folgten „Die Maske“ und „Dumm und Dümmer“ – drei Hits in einem Jahr, die aus Jim Carrey einen Weltstar machten.

Doch bevor „Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv“ zum Überraschungserfolg wurde, war die Produktion alles andere als sicher. Das Studio wollte eine sichere Nummer, jemanden mit Profil. Rick Moranis war im Gespräch, ebenso Rob Schneider. Zwischenzeitlich dachte man sogar darüber nach, die Figur in „Alice Ventura“ umzubenennen und mit Whoopi Goldberg neu aufzuziehen. Die Suche war offen – und ziemlich ratlos. Dass in diesem Casting-Karussell auch Alan Rickman auftauchte, wirkt aus heutiger Sicht absurd. Aber genau solche Gedankenspiele zeigen, wie wenig selbstverständlich der spätere Erfolg von Jim Carrey war.

Galaxy Quest (1999) Trailer #1 | Movieclips Classic Trailers
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Alan Rickman als Ace Ventura?

Alan Rickman war Anfang der 90er längst etabliert. Nach „Stirb Langsam“ und „Robin Hood – König der Diebe“ galt Alan Rickman als Meister kontrollierter Bosheit. Seine Stimme, seine Präzision, sein britischer Understatement-Humor – das war kein Slapstick-Material, das war großes Theater. Und trotzdem: Wer Alan Rickman in „Robin Hood – König der Diebe“ gesehen hat, weiß, dass er Humor konnte. Später zeigte Alan Rickman in „Galaxy Quest“, wie selbstironisch und komisch er sein konnte. Nur eben anders. Subtiler. Trockener.

Hätte Alan Rickman also einen völlig anderen „Ace Ventura“ geliefert? Ziemlich sicher. Weniger Cartoon, mehr Sarkasmus. Weniger Grimassen. Aber wäre das noch der Film gewesen, der 1994 107 Millionen Dollar weltweit einspielte? Fraglich.

Ein 90er-Film im Hier und Jetzt

Wenn Ihr heute „Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv“ streamt, merkt Ihr schnell: Der Film ist maximal 90er. Schnell, laut, hemmungslos. Was allerdings deutlich gealtert ist, ist das Finale. Die Auflösung um die Identität des Täters basiert auf einem transfeindlichen Schock-Gag, der damals als Slapstick verkauft wurde. 1994 lachte das Mainstream-Publikum, heute sorgt die Szene bei vielen eher für Stirnrunzeln. Die kollektive Ekelreaktion der Figuren ist dramaturgisch gewollt – und genau das macht sie problematisch. Hier stellt sich automatisch die Frage, ob Alan Rickman diese Szene hätte retten können. Aber das Problem liegt nicht bei Jim Carrey, sondern im Drehbuch. Die Pointe war so geschrieben. Auch ein subtil spielender Alan Rickman hätte die Konstruktion dieser Szene kaum verändern können.

Alan Rickman (1999)
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Alan Rickman (1999)

Wäre der Film mit Rickman besser gealtert?

Ein Film altert nicht nur wegen seiner Hauptfigur, sondern wegen seines Tons. Jim Carrey passt mit seiner Überzeichnung in die anarchische Welt von „Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv“. Die Übertreibung ist Programm. Ein britisch-trockener Alan Rickman hätte womöglich einen anderen Film erzwungen – vielleicht intelligenter, vielleicht sarkastischer, vielleicht weniger brachial. Aber das Finale wäre vermutlich trotzdem da gewesen. Und gerade im Kontrast zu einer eleganteren Performance von Alan Rickman hätte die Grobheit dieser Szene sogar noch härter gewirkt.

Dass diese Diskussion heute geführt wird, zeigt auch, wie sehr sich Humor verändert hat. In den 90ern wurde vieles als „nur Spaß“ abgetan. Heute wird genauer hingeschaut.

Charles Russell, Cameron Diaz & Jim Carrey in "Die Maske"
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Charles Russell, Cameron Diaz & Jim Carrey in "Die Maske"

1994: Das Jahr, das alles veränderte

Für Jim Carrey war 1994 ein Wendepunkt. Nach „Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv“ folgten „Die Maske“ und „Dumm und Dümmer“. Plötzlich war Jim Carrey überall – auf Postern, in Talkshows, auf YouTube-Clips Jahrzehnte später als Meme-Material. Für Alan Rickman verlief die Karriere anders. Alan Rickman entschied sich immer wieder für Rollen mit Tiefe und Ambivalenz. Später wurde er durch die „Harry Potter“-Reihe einer neuen Generation bekannt.

Dass Alan Rickman fast einmal Ace Ventura geworden wäre, bleibt eine dieser Fußnoten der Filmgeschichte, die mehr über die Unsicherheit von Studios aussagen als über die Schauspieler selbst.

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