Björk: neues Album erst 2027
Neue Sounds, neue Ideen, neue Formate. In einer Ausstellung in Island tauchen bereits neue Songs auf, doch der Weg zum Album führt diesmal nicht über klassische Veröffentlichungen, sondern über Kunst.
Neue Sounds, neue Ideen, neue Formate. In einer Ausstellung in Island tauchen bereits neue Songs auf, doch der Weg zum Album führt diesmal nicht über klassische Veröffentlichungen, sondern über Kunst.
Wir mixen für euch die besten 90er Hits für eure eigene 90s Party.
Björk Guðmundsdóttir veröffentlichte 1993 mit "Debut" ihr erstes Soloalbum und wurde damit weltweit bekannt. Der Erfolg markierte den Übergang von The Sugarcubes zur eigenständigen Pop-Avantgarde und prägt bis heute die Wahrnehmung von experimenteller Musik.
Was aktuell rund um passiert, folgt aber keiner klassischen Logik mehr. In Island wird eine Ausstellung mit dem Titel "Echolalia" gezeigt, die neue Musik integriert, aber kein Album ankündigt. Genau das stellt Björk klar: „Echolalia ist nicht der Titel meines nächsten Albums. Es ist der Name einer übergeordneten Ausstellung – ein Dach, unter dem zwei meiner ‚Fossora‘-Songs die Umsetzung bekommen, von der ich immer geträumt habe, sowie einige neue Musik.“ Damit macht Björk deutlich, wie sie heute arbeitet. Musik ist für sie kein abgeschlossenes Produkt mehr, sondern Teil eines größeren Systems aus Bild, Raum und Performance. Wer auf ein klassisches Album wartet, muss sich also umstellen. Das neue Material existiert bereits, aber es lebt zuerst in einem anderen Kontext.
Bevor Björk mit "Debut" weltweit durchstartete, war sie bereits die prägende Stimme von The Sugarcubes, einer der wichtigsten Indie-Bands der späten 80er. Mit Songs wie "Birthday" wurde Björk Guðmundsdóttir schnell zur auffälligsten Figur der Band – nicht nur wegen ihrer Stimme, sondern wegen ihrer kompletten Andersartigkeit. Als sich The Sugarcubes Anfang der 90er auflösten, war klar, dass Björk mehr wollte als klassische Bandstrukturen. Mit "Debut" setzte Björk 1993 genau da an, wo viele nicht mitkamen. Das Album mischte House, Jazz, Pop und Trip-Hop, lange bevor solche Genre-Grenzen im Mainstream verschwammen. Kritiker feierten "Debut" sofort als mutigen Neuanfang, während das Publikum etwas Zeit brauchte, um diesen Sound zu verstehen. Rückblickend gilt "Debut" als eines der einflussreichsten Alben der 90er, weil es gezeigt hat, dass Pop auch komplett anders funktionieren kann – und Björk genau damit zur stilprägenden Figur wurde.
Die kurze Antwort: ja. Die längere Antwort: schon lange. Björk bestätigt selbst, dass ein neues Album für 2027 geplant ist. Gleichzeitig zeigt sie bereits jetzt einzelne Elemente daraus. Ein neuer Track läuft im Rahmen der Ausstellung, andere Ideen entstehen parallel. Das ist typisch für Björk. Schon in den 90ern hat sie sich nie an klassische Pop-Strukturen gehalten. Nach "Debut" und "Post" ging es mit "Homogenic" in eine Richtung, die elektronische Musik mit orchestralen Elementen verbindet. Damals war das mutig. Heute ist es Standard – auch wegen ihr. Jetzt zieht Björk die nächste Grenze ein Stück weiter. Ein Album entsteht nicht mehr hinter verschlossenen Studiotüren, sondern öffentlich, fragmentiert und über Jahre hinweg.
Wer Björk in den 90ern erlebt hat, kennt die andere Seite. Songs wie "Human Behaviour" oder "Army of Me" waren zugänglich, wenn auch eigenwillig. Gleichzeitig war Björk immer mehr als nur Pop. Schon damals hat sie visuell und konzeptionell gearbeitet, lange bevor das zum Standard wurde. Der Unterschied: In den 90ern wurde das alles noch über Alben vermittelt. Heute verschiebt Björk den Fokus. Die Musik ist weiterhin zentral, aber sie ist nicht mehr der einzige Träger der Idee. Ausstellungen, Installationen und Events werden genauso wichtig.
Zeit ist bei Björk kein Problem, sondern Teil des Konzepts. Ein Album braucht so lange, wie es braucht. Und wenn dafür neue Technologien, visuelle Konzepte oder Kooperationen entstehen müssen, dann dauert das eben. Die aktuelle Ausstellung zeigt, dass Björk nicht erst anfängt, sondern bereits mitten im Prozess ist. Songs existieren, Ideen sind konkret, aber das Gesamtbild ist noch nicht abgeschlossen. Das erinnert fast an die 90er – nur anders. Damals hat man Monate auf ein Album gewartet, heute sind es Jahre. Der Unterschied: Früher wusste man nichts. Heute bekommt man Einblicke, Fragmente und Zwischenstände.
Die Karriere von Björk Guðmundsdóttir hat nicht nur musikalische Höhen, sondern auch extreme Schattenseiten. 1996 wurde die Sängerin Ziel eines Anschlags durch den Stalker Ricardo López, der eine Briefbombe verschickte und sich anschließend selbst das Leben nahm. Björk blieb unverletzt, war aber nachhaltig geprägt von diesem Ereignis. Diese Geschichte zeigt, wie nah Popkultur und persönliche Abgründe in den 90ern beieinander lagen. Mehr dazu hört ihr in der ersten Folge unseres Podcasts "Pop Crimes", in der es genau um diesen Fall und die Hintergründe geht.
Stars, Hits und Skandale - darum gings in den 90ern gerne mal. Ein Jahrzehnt mit großartiger Musik und einer unfassbaren Popkultur. Aber dahinter verbirgt sich auch gerne eine dunkle Seite, mit Verbrechen und skandalösen Geschichten. Egal ob Snoop Dogg, Charlize Theron oder Kurt Cobain. Pop Crimes erzählt die wahren Geschichten hinter den Stars. Alle weiteren Infos zu den Fällen und exklusives Material findet ihr auf 90s90s.de
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