9 Fakten über Janet Jackson
Sie wollte eigentlich gar keine Sängerin werden und unterschrieb dann doch den damals höchstdotierten Vertrag für eine Sängerin. Zu ihrem 60. Geburtstag haben wir 9 Fakten über Janet Jackson für euch.
Sie wollte eigentlich gar keine Sängerin werden und unterschrieb dann doch den damals höchstdotierten Vertrag für eine Sängerin. Zu ihrem 60. Geburtstag haben wir 9 Fakten über Janet Jackson für euch.
In den 90ern erlebte die klassische RnB eine Revolution. Pop-Einflüsse waren stilprägend für den "Contemporary RnB", den neuen RnB. Dieses Radio vereint die großen Künstler dieser wichtigen RnB-Epoche. Jetzt hier einschalten!
Als Kind träumte Janet Jackson von einer ganz anderen Karriere: Sie wollte Jockey werden. Pferde waren ihre große Leidenschaft in der Kindheit. Später hatte sie den Wunsch, zu studieren und wäre Wirtschaftsjuristin geworden. Aber eines Tages soll ihr Vater Joseph Jackson eine Aufnahme von ihr im Studio ihrer Brüder gefunden haben. Daraufhin habe er darauf bestanden, dass sie sich dem musikalischen Erbe der Familie anschloss. „Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals gefragt worden zu sein“, gibt sie später zu.
Übrigens sagte Joseph Jackson seiner Tochter laut einer Biografie schon im Kindesalter, dass sie ihn nicht mehr „Dad“, sondern „Joseph“ nennen solle, weil er nun ihr Manager sei. Diese strenge Erziehung prägte Janet stark und beeinflusste später viele ihrer Songs über Selbstbestimmung und Kontrolle.
Das Erfolgsalbum "Control" von 1986 war nicht nur musikalisch ein Neuanfang, sondern auch eine Art Befreiungsschlag. Janet Jackson wollte sich bewusst von ihrem Vater lösen und entließ ihn als ihren Manager. Erstmals konnte sie selbst über ihre Karriere bestimmen. Genau dieses Gefühl von Unabhängigkeit machte das Album später so besonders.
In dem Film "Poetic Justice" (1993) war Janet Jackson an der Seite von Tupac Shakur das erste Mal auf der Kinoleinwand zu sehen. Es hätten zwar angeblich auch namhafte Schauspielerinnen wie Jada Pinkett Smith, Monica Calhoun und Lisa Bonet Interesse an der Rolle gezeigt, Regisseur John Singleton hätte aber von Anfang Janet Jackson im Kopf gehabt. "Jede kam zu mir", verriet er 20 Jahre später. "Es war ein Film mit einer schwarzen weiblichen Hauptrolle, was es selten gibt. Aber ich habe ihn für Janet geschrieben."
Das Coverfoto ihres Albums "Janet." (1993) zeigt Janet Jackson oben ohne, während ihr damaliger Ehemann René Elizondo Jr., der zu diesem Zeitpunkt öffentlich kaum jemandem bekannt war, ihre Brust mit seinen Händen bedeckt. Im September 1993 erschien das Bild auf dem Cover einer Ausgabe des Rolling Stone, wurde weltberühmt und ist bis heute Kult.
Janet Jackson war neun Jahre lang heimlich mit René Elizondo Jr. verheiratet. Erst 1999, nach der Trennung, wurde die Ehe öffentlich bekannt. Viele Fans wussten damals nicht einmal, dass sie verheiratet war.
Anfang der 90er litt Janet Jackson stark darunter, ständig mit ihrem Bruder Michael Jackson verglichen zu werden. Deshalb nannte sie ihr 1993 erschienenes Album bewusst einfach nur "Janet." – ohne den berühmten Familiennamen. „Gewisse Leute denken immer noch, ich nutze nur meinen Nachnamen aus“, sagte sie 1993 bei USA Today. „Deswegen heißt dieses Album nur Janet, und deswegen habe ich noch nie einen meiner Brüder gefragt, für mich Musik zu schreiben oder zu produzieren.“ Janet Jackson wollte als eigenständige Künstlerin wahrgenommen werden und nicht als „kleine Schwester von Michael Jackson“.
Das war damals der höchstdotierte Vertrag für eine Sängerin überhaupt. Damit übertraf sie sogar den Rekord ihres Bruders Michael Jackson, der zuvor für 60 Millionen Dollar unterschrieben hatte, und zeigte endgültig, dass sie längst selbst zur absoluten Pop-Elite gehörte.
Hinter Janet Jacksons glamourösem Superstar-Image der 90er verbarg sich eine schwere persönliche Krise. Während ihrer „Janet World Tour“ litt sie unter Depressionen, Selbsthass, Essstörungen und massivem geringem Selbstwertgefühl. Sie sprach später offen darüber, dass sie ihr eigenes Spiegelbild kaum ertragen konnte und traumatische Erfahrungen aus Kindheit und Beziehungen jahrelang verdrängt hatte. All diese Gefühle verarbeitete sie schließlich auf ihrem Album "The Velvet Rope" von 1997, das bis heute als ihr persönlichstes und emotional ehrlichstes Werk gilt.
Michael und Janet Jackson standen sich immer sehr nah, trotzdem lehnte Janet eine Beteiligung im neuen Film "Michael" ab. Dabei hätte es einige Szenen geben können, in denen sie hätte vorkommen können. Oft war sie hinter der Bühne, als Michael auftrat, bei den Aufnahmen zu „Thriller“ war sie im Studio dabei, sang gemeinsam mit ihrer Schwester La Toya Backing-Vocals für die Single „P.Y.T. (Pretty Young Thing)“ ein und soll als einer der Zombies im legendären Videoclip zu "Thriller" mitgetanzt haben.