Politische, antirassistische Texte und charismatische Frontfrau - die britische Band Skunk Anansie sorgte Mitte der 90er für musikalischen Aufruhr. Statt dem zu der Zeit angesagten Britpop machten sie “Clit-Rock” (Klitoris-Rock), wie Sängerin Deborah Anne Dyer (Skin) ihr Genre scherzhaft bezeichnete.
Ihre Debütsingle "Selling Jesus" (1995) und das erste Album "Paranoid & Sunburnt" wurden auf Anhieb erfolgreich, vor allem in Europa. Ihren absoluten Durchbruch hatten Skunk Anansie aber ein Jahr später mit der Single "Hedonism (Just Because You Feel Good)" aus ihrem zweiten Album "Stoosh". Damit schafften sie es in den Mainstream.
Der Song, der am meisten ihren Stil repräsentiert, sei “Charlie Big Potato” (1999). Schlagzeuger Mark Richardson erklärt: “Weil dieser Song einfach alles hat, was diese Band ausmacht. Er ist laut, er ist leise, er ist roh, er ist zuckersüß: Er ist einfach alles. In diesem Song steckt unsere komplette DNA. Sicher, es gibt bestimmt noch viele andere Songs, die ähnlich strukturiert sind. Aber in meinen Augen ist und bleibt 'Charlie Big Potato' der ultimative Skunk Anansie-Song.”
2001 war dann erstmal Schluss mit Skunk Anansie. Die Bandmitglieder wollten sich auf ihre Solokarrieren konzentrieren. Aber zum Glück blieben sie nicht für immer getrennt. 2009 folgte die Reunion und 2010 erschien nach über 10 Jahren ihr Album "Wonderlistre". 2012 und 2016 veröffentlichten sie weitere Alben.